Phototechnik

aus München-Sendling

Sendlinger Phototechnik-Tage mit Franz Will vom 26. – 28. Mai 2022

Do 26.5.22 19 Uhr Vorstellung von Kameras, Verschlüssen und Objektiven, die in München-Sendling, von 1920 bis 1960, produziert wurden.
Begleitprogramm: Chansons von Sandra Hollstein

Fr 27.5.22 19 Uhr Antike Technik: Wie funktioniert eine Sendlinger Plattenkamera?
Wo ist sie einer modernen, digitalen Kamera überlegen?

Sa 28.5.22 14 Uhr Kamera-Ausstellung, 17 Uhr Praxistest mit analogen Objektiven
(Bringen Sie Ihre digitale Kamera mit, wenn sie ein Sony-E Bajonett besitzt).
Alte, analoge Objetive zeichnen anders (schöner?) als moderne Optiken. Zum Objektiv-Test machen wir einen kleinen Rundgang durch den Stadtteil. Anschließend betrachten wir die Ergebnisse.

Spätestens ab 1900 war Phototechnik Zukunftstechnologie. Neben Dresden und Jena war München, mit den weltberühmten Marken Agfa, Deckel, Enna, Kilfitt, Linhof, Perutz, Rodenstock, Staeble und Steinheil vertreten. Daneben gab es zahlreiche Hersteller, die im Hinterhof Kameras und Objektive produzierten.

Phototechnik aus München siehe Homepage von Franz Will

Vor 100 Jahren wurde diese Kamera, inclusive Objektiv Coronar, von C. Friedrich in der Lindenschmitstraße 31 gebaut. Ab 1929 baute Friedrich in der Jägerwirtstr. 15a, direkt neben dem Stemmerhof.

Kranseder produzierte Photoplatten in der Lindwurmstraße 131

Friedrich Deckel fertigte in der Waakirchner Straße 13 Zentralverschlüsse für Kameras.
Z.B. den Compur-Verschluss, der weltweit exportiert wurde.

Das Deckel-Werk in der Waakirchner Straße, im Hintergrund die Schule an der Boschetsrieder Straße

Absoluter Luxus: Eine Linhof Technika Großformatkamera
mit gekuppeltem Entfernungsmesser.
Dieser Typ wird in Obersendling immer noch gebaut.
(Sammlung Süddeutsches Fotomuseum, Wörishofen)