Industrie

Dieser Stadtplan zeigt Sendling um 1925. In Sendling gab es damals noch viele Freiflächen, vor allem westlich der Plinganserstraße. In der Lindwurmstraße, bei der Kreuzung mit der Eisenbahnstrecke, ist die Lokomotivfabrik Kraus & Co. eingezeichnet. Heute steht da das Berufsschulzentrum.

Für das Zuban-Cigarettenwerk in der Plinganserstraße warb das rauchende Münchner Kindl. Später wurde dieser Betrieb von Philipp Morris übernommen.

Ebenfalls in der Plinganserstraße war der Maschinenbauer Friedrich Deckel. Heute ist in diesem Gebäude das Sozialbürgerhaus untergebracht.

Das ehemalige Deckel-Werk in der Waakirchner Straße 13. Hier wurde der Zentralverschluss Compur-Rapid gebaut, der bis zu 1/500 Sekunde belichten konnte. Meist sind diese Verschlüsse auch noch heute, nach 90 Jahren, einsatzfähig. Im Hintergrund rechts der Turm der Boschetsrieder Schule.

So sah das Perutz-Werk in der Kistlerhofstraße 75 im Jahr 1955 aus. Hier wurden vor allem Filme hergestellt.

Bereits seit 1899 hatte Rudolf Steinheil eine kleine Versuchs-Glasschmelze für den Eigenbedarf in Sendling eingerichtet. Daraus entstand die „Sendlinger Optische Glaswerke GmbH“, Boschetsriederstraße 121. Die weltberühmten Objektive wurden ebenfalls in Sendling, jetzt Lipowskistraße 2, gebaut.

Sendling war ein Schwerpunkt der deutschen Fototechnik. Heute ist nur noch Linhof, Rupert-Mayer-Straße 45, in Sendling tätig.

Das Heizkraftwerk im Februar 2003. Der hohe Kamin wurde inzwischen abgebrochen.